Titus-Shop Braunschweig
Titus-Shop
„Erst wenn Business, Spirit und Soul zusammentreffen, können wirklich große Dinge entstehen“ sagt Titus Dittmann, Gründer und Chef der Titus AG aus Überzeugung. Diese Faktoren scheinen bei ihm zuzutreffen und die Rechnung aufzugehen: Seit er 1984 seinen Lehrerjob geschmissen hat und sich ins Skatebusiness stürzte hat er ein beeindruckendes Imperium mit 17 eigenständigen Gesellschaften und 120 Millionen Mark Jahresumsatz geschaffen – und dabei immer seine Credibility in der Szene erhalten. Zu den bislang 25 Titus-Shops kommt am 1. Oktober jetzt auch einer in Braunschweig dazu, der eine Rundumversorgung der hiesigen Skater gewährleistet. „Wir haben das definitiv größte Angebot an Skatehardware der Stadt, dazu ein umfangreiches Schuhsortiment, auch alter Kultmarken wie Airwalk und Vans, jede Menge Skatewearmarken und eine Auswahl der etablierten Labels Carhartt, Chico Clothing und Irie Daily. Darüber hinaus können wir jeden Artikel aus dem riesigen Titus-Magalog innerhalb eines Tages ohne Extrakosten bestellen“, beschreibt Betreiber Matthias das Angebot des Shops am Langen Hof. „Die Streetwear-Kunden, speziell in der HipHop-Szene, neigen heutzutage dazu sich zu uniformieren“, stellt der sachkundige Unternehmer fest. „Wir wollen mit dem Laden vor allem auch die Individualisten supporten. So gibt es bei uns einen Ständer mit Skate-T-Shirts von Kleinstlabels, von denen jedes nur einmal im Laden hängt. Außerdem werden wir statt plakativen, überladenen HipHop-Klamotten mehr auf dezentere, stylische Brands setzen, die dann auch dauerhaft Bestand haben.“
Schon seit Jahren beeinflusst vor allem die Musikmode auch Kleidungstrends. Zur Hochzeit des Grunge waren Holzfällerhemden und alte zerrissene Jeans Standard, zurzeit ist es neben HipHop vor allem Punkrock der sich in der Skatewear niederschlägt. „Vielen Skatelabels merkt man ihren Ursprung in der Hardcore- oder Punkszene deutlich an, diese bilden nochmal ein eigenes stilistisches Segment. Was noch auffällt ist das sogar einzelne Accessoires durch Vorbilder zum Boomen gebracht werden können. So verkaufen sich z. B. seit dem Erfolg von Limp Bizkit rote Yankees-Caps in Unmengen.“ Passend zur Klientel wird sich der Titus-Shop in einem roughen Design aus verzinkten Stahlrohr und beleuchtetem Plexiglas präsentieren und auch eine Sitzgruppe mit Fernseher für Skatevideos haben. Sorge, dass der Skateboardhype wieder verschwinden könnte macht sich Matthias nicht: „Skaten war nie weg. Wir werden uns eher dem amerikanischen Standard annähern, wo es ein Sport wie Fußball ist und viele einen eigenen Skatepool hinter dem Haus haben.“
text: toby schaper foto: titus
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