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Tatort: Motopark Oschersleben. Tag: 1.8.2000. Temperatur: 30 Grad. Gerade den heißesten Tag des Jahres hatte sich Volkswagen ausgesucht, um als Sponsor des Beetle-Cups einigen ausgewählten Pressevertretern die Freuden furiosen Fahrens näher zu bringen. Also ´rein in den Rennanzug, Helm auf, in den engen Sitz gequetscht und ab geht’s mit keinem Geringeren als dem Fantastischen Vier-Rapper Smudo auf die staubtrockene Strecke. Das Gaspedal voll durchgetreten, schießt der 204-PS-Beetle röhrend über die Gerade. Vor den Kurven kurz und deftig die Bremsen testen, dann wieder beschleunigen, dass einem das Essen hochkommt. Bei der nächsten Kurve rattert der Wagen über den Seitenstreifen wie über Schlaglöcher, dann bricht das Heck aus und wir schlittern gefährlich Richtung Kiesbett. Der Kopf knallt gegen den Sitz, Smudo reißt das Steuer herum und gibt sofort wieder Vollgas. Immer wieder wird man nach links und rechts geschleudert oder von der rasanten Fahrt nach hinten gepresst. Der Motor dröhnt, der Kopf brummt, doch zum Glück steuert Smudo Schumacher den Boliden zum Stop an die Box – und erzählt erstmal, wie er überhaupt zum Rennsport gekommen ist.
„Angefangen hat alles damit, dass meine Familie am Sonntag immer gemütlich Kaffee getrunken und Formel 1 geguckt hat. Da ich ein großer Videospiel-Fan bin, haben außerdem Formel 1-Simulationen meine Neugier geweckt“. Über Kartfahren ging es weiter zur Rennsport-C-Lizenz, bis er schließlich als Fahrer beim Beetle-Cup landete. Damit rechnen, dass der Musiker Smudo gänzlich an den Rennsport verloren geht, müssen wir aber nicht: „Wenn ich verloren gehe, dann gehe ich ans Leben verloren. Dazu fahre ich auch zu schlecht. Aber als Popstar-Hobby ist das besser als Golf. Wenn ich später mal in meine Villa ziehe, werde ich mir im Garten keinen großen Golfplatz, sondern eine Rennstrecke bauen lassen“.
Manchmal greift das Hobby aber auch auf seine Musik über: „Wir haben zum Beispiel einen Dragster, 1000-PS-Motor, auf »MfG« eingebaut“, meint Smudo grinsend und gibt abschließend schon mal die Fahrtrichtung für das neue Werk der Fantastischen Vier vor: „Wir machen gerade ein »MTV Unplugged«-Album, das wir im September wahrscheinlich in einer Höhle im Sauerland aufnehmen werden. Dabei sind auch Streicher und Flötisten – man glaubt gar nicht, was man mit Geräuschen alles machen kann...“.
text: sebastian schröder foto: volkswagen presse
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